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Anzeige Johanna Pröpstl im BESONDERS Laden im Hellkamp packt eine Box mit Nahrung und Designwaren, exakt nach Wünschen der Kunden, geschmückt mit Trockenblumen aus dem eigenen Garten. Foto: Rainer Wiemers
Marktplatz

Warum Johanna Pröpstl den eimsbuettel.shop mag

Corona stellt viele kleine Läden in Eimsbüttel vor große Probleme. Johanna Pröpstl, die Betreiberin vom BESONDERS Laden will diese zusammen mit dem eimsbuettel.shop lösen. Die ersten Läden des neuen lokalen Marktplatzes stellen wir hier vor.

Von Gast

Sie war selbst „nie so ’ne große Bestellerin“. Aber ihre Eltern, oh ja, die schon. Johanna Pröpstl erinnert sich an die dicken Kataloge ihrer Kindheit: „Quelle, gibt es die eigentlich noch? Und später Hessnatur.“ Das war, als die Eltern mit der Zeit gingen und Ökologie ein Thema wurde in der Familie.

Johanna Pröpstl lächelt nostalgisch, als sie das in ihrem BESONDERS Laden im Hellkamp 60 erzählt und breitet die Arme aus: „Der war eigentlich gar nicht als Laden gedacht, aber dann kam Corona.“

Sie verkauft Design, Food, Handgemachtes. „Das steht so über allem, was ich mache.“ Ihr eigener Laden ist zu Beginn der Corona-Krise entstanden und ihr Online-Shop schnell hinterher, weil Corona dauerte.

Davor hat sie Märkte organisiert, zum Beispiel den BESONDERS-Markt im Hamburger Museum für Arbeit. „Das ist, wo ich herkomme“.

Das ist das Konzept: Im BESONDERS Laden gibt es besondere Lebensmittel, besonderes Design, besondere Handarbeiten und besondere Garne und anderes Besonderes. Foto: Rainer Wiemers.

Sie mag „sympathische, kleine Online-Shops“

Sie kannte die Leute, die wilden schwarzen Knoblauch liefern, die besonderen Kaffee anbieten, einen Essig mischen, deren Olivenöl reiner ist, die ganz besondere…

Schöne, leckere Sachen, besondere Dinge eben. Nicht nur Nahrung, auch Handwerk, Unikate, Designer-Dinge. Johanna Pröpstl erzählt von dieser einen Künstlerin, die zwei Jahre an einem Kalender arbeitet, der zeigt, was wann in der Gegend um Hamburg reif ist, was man also saisonal kaufen kann. Solche Sachen.

Sie habe früher ab und zu mal was für die Kinder bestellt aber eigentlich sei sie lieber in Läden, immer. „Ich bin auch keine Hundertprozentige, aber bei den großen Online- und auch Offline-Firmen will ich einfach nicht kaufen.“

Das „keine Hundertprozentige“ bedeutet, sie hat einmal eine besondere Fahrradlampe bei einem großen Onlineversand mit Sitz in Seattle bestellt, weil nur der diese „wirklich spezielle Lampe hatte“. Sie und ihr Mann haben überall gesucht, gefragt, geschaut. Es gab das Ding nur beim Onlineriesen. Da sind sie dann über die rote Linie gegangen.

Corona habe inzwischen natürlich auch ihr Einkaufsverhalten verändert, aber sie bestellt höchstens bei „sympathischen, kleinen Online-Shops“.

Plötzlich musste sie gucken, wo sie bleibt

Als die Pandemie die von ihr veranstalteten großen Märkte unmöglich machte, im ersten Lockdown, musste Johanna Pröpstl „plötzlich gucken, wo sie bleibt“. So sagt man das in Stuttgart, wo sie herkommt. Sie hatte gerade sowieso ihr BESONDERS eröffnet, aber nicht als Laden, sondern als Büro mit der Idee, Tastings, Weinabende, Workshops an nur einem Tag der Woche anzubieten.

Wegen Corona wurde die, so nennt sie es ironisch, „multifunktionale Fläche“ schnell ein richtiger Laden und der wurde genauso schnell zum Online-Shop, denn „durch die Märkte hatte ich viele Follower auf Instagram. Die Leute hingen alle am Handy und waren Zuhause“. Sie wollten schon kaufen, sich was gönnen. Trotz oder wegen der Pandemie.

Der Lockdown sorgte für schiere Not – und für Ideen

Es ging darum, zu reagieren auf sich ändernden Umstände. Sie stampfte also ihren Online-Shop aus dem Boden vor einem Jahr. „Das war die schiere Not, als der Lockdown vor Weihnachten kam.“ Sie kannte ja ganz viele Lieferanten und die Aussteller von früher fragten und…, irgendwie lief es gut an.

Die Umstände, ach die Umstände: Sie hat jetzt eine Covpass-Check-App, die Tür zwischen Laden und Büro aufgemacht und im Büro auch Waren platziert. So bekam der BESONDERS Laden genug Quadratmeter, um vier Leute gleichzeitig rein lassen zu dürfen.

Foto: Rainer Wiemers

Johanna Pröpstl packt besondere Boxen. Foto: Rainer Wiemers

Der eimsbuettel.shop ist ihr vor die Füße gefallen

Einige holen sich das Bestellte auch nur an der Tür ab und sonst steht und sitzt Johanna Pröpstl im Laden und packt ihre Boxen. Das sind Kisten, gefüllt mit mehreren Sachen, geschmückt mit getrockneten Blumen aus ihrem Garten in Eimsbüttel. Sie stellt die Boxen exakt nach online-Kundenwünschen zusammen.

„Ich guck, was mir vor die Füße fällt und heb es auf oder nicht.“ Zuletzt ist ihr der eimsbuettel.shop vor die Füße gefallen. Sie beschreibt ihn so: „Für mich ist er so was wie Window-Shopping: Von einem Laden zum nächsten im Viertel, hier gucken, da gucken, das haben wir doch alle jahrzehntelang geübt.“ Wegen Corona jetzt halt digital. Aber trotzdem immer noch das gute alte Window-Shopping.

Man kann nicht alle Ecken Eimsbüttels kennen

Der eimsbuettel.shop ist gerade gestartet, als nachhaltiger lokaler Online-Marktplatz für Eimsbüttel, der den motorisierten Lieferverkehr im Viertel reduziert, den Geschäften im Bezirk neue Kunden bringt und dafür sorgt, dass das Geld, das ein Einkauf bringt hier bleibt, wieder hier ausgegeben wird, so die lokale Wirtschaft am Laufen hält und hier für Steueraufkommen sorgt.

Es reicht, wenn der Fahrradbote sich auskennt

Johanna Pröpstl sagt, ihr Laden alleine hätte es schwer im Quartier: „Ich bin nunmal nicht an der Osterstraße. Eimsbüttel ist groß, man kann gar nicht alle Ecken kennen.“ Der BESONDERS Laden wird nicht einfach so gefunden. Keine Laufkundschaft, sagt sie. Also will sie mit Hilfe des eimsbuettel.shop bekannter werden.

Das besondere für sie ist nicht nur, dass der Fahrradbote vom eimsbuettel.shop die Bestellungen auf Wunsch am selben Tag ausliefert, sondern auch, dass die Leute selber vorbeikommen können, um das Bestellte abzuholen. Sie deutet auf eine grüne Papiertüte mit Blumenmuster. „Das hat gestern jemand bestellt und irgendwann in den nächsten zwei Wochen kommt jemand vorbei und holt es ab.“ 

Diese weihnachtliche Geschenkbox hält für fast jeden etwas bereit. Foto: Johanna Pröpstl
Als perfektes kleines Mitbringsel im Advent. Foto: Johanna Pröpstl

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