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Seit Juli leitet Beate Stadler die Galeria-Filiale in der Osterstraße. Davor war sie in Göttingen. Foto: Julia Haas
Seit Juli leitet Beate Stadler die Galeria-Filiale in der Osterstraße. Davor war sie in Göttingen. Foto: Julia Haas
Kaufhaus

Galeria in der Osterstraße ist gerettet: Wie geht es weiter?

Ein Bistro am Heußweg oder ein Rampenverkauf auf dem Dach? Die Galeria-Filialleiterin über die Zukunft des Hauses.

Von Julia Haas

Lange war die Zukunft der Galeria-Filiale in der Osterstraße ungewiss. Im März atmeten Mitarbeiterinnen und Kunden auf: Das Kaufhaus mitten in Eimsbüttel bleibt. Es gehört damit zu den letzten drei verbleibenden Galeria-Filialen in Hamburg.

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Wie geht es jetzt weiter? Wir haben mit der neuen Filialleiterin Beate Stadler gesprochen. Seit Juli führt sie das Kaufhaus in der Osterstraße.

Karstadt in der Osterstraße: „Haus mit Herz“

Eimsbütteler Nachrichten: Was hat Sie nach Eimsbüttel verschlagen?

Beate Stadler: Ich habe in Hamburg studiert und bin bei Karstadt in der Mönckebergstraße ‚groß geworden‘. Bis 2010 war ich im Norden, dann kam ich nach Berlin, Potsdam und Göttingen. Als sich jetzt die Chance ergab, zurückzukehren, habe ich zugesagt – auch weil meine Tochter hier lebt.

Was unterscheidet die Eimsbütteler Filiale von anderen Häusern?

Das Haus ist nicht mit einer Weltstadt-Filiale wie in der Mönckebergstraße zu vergleichen. Mitarbeiter und Kunden kennen sich. Hier gehen keine Touris einkaufen, sondern Eimsbütteler. Nach nur wenigen Monaten kenne ich bereits einige Gesichter, die regelmäßig kommen. Das ist besonders. Dieses Haus hat Herz.

Nicht nur kaufen, sondern auch etwas erleben

Welche Pläne haben Sie für das Haus?

Ich möchte das Haus jünger machen. Einfach, weil das zu Eimsbüttel passt. Eimsbütteler sind frisch und dynamisch – unabhängig vom Alter. Das soll die Filiale widerspiegeln.

Was bedeutet das konkret?

Wir setzen auf neue Marken, zum Beispiel Mavie und Pepe. Und ich bemühe mich um ein neues Fahrrad-Sortiment. Wir müssen es schaffen, die Sportabteilung besser an das restliche Kaufhaus anzubinden. Da die Rolltreppe nicht bis ins zweite Obergeschoss fährt und die Räume nur über das Treppenhaus oder den Aufzug zu erreichen sind, wissen wenige davon.

Unabhängig von den Produkten, will ich das Haus lebendiger gestalten. Man kann überall etwas kaufen, aber in Zukunft müssen sich Kaufhäuser so aufstellen, dass der Kunde dort etwas erlebt. Zu Halloween machen wir zum Beispiel einen Selfie-Point mit Horrorgestalten.

Schauen, was passt

Bedeutet das, das Karstadt-Restaurant kehrt zurück?

Die Gastronomie war nicht mehr zeitgerecht und ist zurecht raus. Ich hätte aber Lust, unsere Schaufenster am Heußweg zu öffnen und dort ein Bistro mit Produkten aus der Region reinzubringen. Wir müssen schauen, was passt. Es gibt noch keine konkreten Pläne.

Im Zuge der Schließungswelle Anfang des Jahres hieß es, die verbleibenden Häuser sollen lokaler ausgerichtet werden. Was heißt das?

Früher hat man in München Regenmäntel und in Kiel Dirndl verkauft, obwohl keiner danach gefragt hat. Jetzt schauen wir, was zu unseren Kunden vor Ort passt. Unser Publikum hier ist ganz anders als in der Mönckebergstraße. Hier sind keine Touristen, deswegen brauchen wir auch ein paar Sachen für das Bad und Heimwerkerbedarf.

Es wäre schön, wenn wir Verknüpfungen mit lokalen Produzenten schaffen. Und ich will versuchen, mehr nachhaltige und innovative Produkte ins Sortiment zu bringen. Es gibt tolle Sachen, wir dürfen als großes Unternehmen nicht wegschauen.

Mein Ziel ist es, dass die Eimsbütteler alles, was sie brauchen, hier finden und nicht in die Innenstadt fahren – oder bei Amazon bestellen.

Galeria statt Karstadt: Kommt ein neuer Schriftzug?

Galeria hat angekündigt, alle Filialen umzubauen. Wann ist Eimsbüttel dran?

Ich hoffe, dass es 2025 so weit ist. Es gibt Häuser, die wesentlich schlechter aufgestellt sind als wir. Die haben Vorrang.

Beim Umbau wird es darum gehen, alles neuer und heller zu machen. Aus den Schaufenstern in der Parfümerie-Abteilung haben wir bereits die Wandplatten genommen, sodass man von außen ins Haus sieht. Das soll auf allen Seiten passieren.

Verschwindet im Zug des Umbaus auch der Karstadt-Schriftzug an der Fassade?

Der Karstadt-Schriftzug am Gebäude in der Osterstraße. Foto: Julia Haas
Der Karstadt-Schriftzug am Gebäude in der Osterstraße. Foto: Julia Haas

Aktuell bekommen alle Häuser, die renoviert werden, einen neuen Galeria-Schriftzug. Aber ich glaube, wir bleiben Karstadt – egal, was da steht. (lacht) Das ist einen Generationenfrage. Wenn der neue Schriftzug da ist, dauert es bestimmt eine Generation, bis von Galeria und nicht mehr Karstadt gesprochen wird.

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Neuer Name

Seit 2019 tragen Karstadt und Kaufhof den gemeinsamen Namen Galeria Karstadt Kaufhof. Die Filiale im Alstertal-Einkaufszentrum trägt den Schriftzug „Galeria“.

Im August gab es auf dem Parkdeck einen Flohmarkt. Sind weitere Aktionen geplant?

Ich finde die Flohmarkt-Idee gigantisch. Ein weiterer ist geplant. Vielleicht starten wir im Sommer eine eigene Aktion, zum Beispiel einen Galeria-Flohmarkt oder einen Rampenverkauf. Ich bin glücklich, dass wir jetzt mehr Freiheiten haben, so etwas zu gestalten.

Was steht in den nächsten Wochen an?

Weihnachten. Wir planen eine Aktion mit einem Kinderhospiz. Wir stellen einen Baum auf, an dem Wünsche der Kinder hängen und wir versuchen mit unseren Kunden möglichst viel davon umzusetzen.

Das bedeutet für mich auch lokal zu sein: Projekte vor Ort zu unterstützen.


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