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Über Herzensorte, die vielleicht nicht zu den Top Ten der Eimsbütteler Sehenswürdigkeiten im Lonely Planet stehen. Fotos: Eimsbütteler Nachrichten
Meinung

Heimlich verliebt: 7 Orte in Eimsbüttel, die man irgendwie doch gern hat

Es gibt Plätze in Eimsbüttel, die offensichtlich schön sind. Und dann gibt es die, bei denen es Liebe auf den zweiten Blick ist.

Von Alana Tongers

1. Ziegelteich

Menschen mit Stil spazieren um den Weiher. Menschen mit Herz um den Ziegelteich. Der Ziegelteich ist die leicht modrig riechende Oase zwischen Kieler Straße und Holstenkamp-Brücke. Er beeindruckt mit Flora und Fauna: Enten, Ratten und Hühner (!) leben hier in friedlicher Symbiose. Sensationell.

8/10 Sterne

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2. Ausfahrt Stellingen

Wenn Eimsbüttel zu Hause ist, ist die Ausfahrt Stellingen die Wohnungstür, auf deren Fußmatte kein Willkommensgruß steht. In zuverlässiger Reihenfolge ziehen die immer gleichen Gebäude am Autofenster vorbei. Bauhaus, IKK Classic, McFit, die leerstehenden Glaskästen.

Die Ausfahrt Stellingen ist das Gegenteil von schön. Aber sie steht für Ankommen und Aufbrechen und immer auch für etwas Abenteuer.

6/10 Sterne

3. Cinemaxx Dammtor

Es ist unstreitbar das charmeloseste Kino des Stadtteils. Manchmal ist vorn ein roter Teppich ausgerollt, obwohl niemand hier berühmt ist und das Popcorn kostet so viel wie ein Wochenendeinkauf.

Früher gab es die „Ladies Night“: Freixenet im Plastikglas und eine InTouch gratis zur RomCom dazu. Heute heißt die Ladies Night „Sparkle-Preview“ und ist für alle. Irgendwer hat wohl festgestellt, dass nicht nur „Ladies“ Romcoms und Sekt mögen. Zurück in die Zukunft.

6/10 Sterne

4. Treppen vor der Apostelkirche

Die schönste Parkbank der Welt: die Treppen vor der Apostelkirche. An warmen Tagen kann man beobachten, wie sie zu Sonnenbänken, Kneipentheken, Lesesesseln oder Spielplätzen werden. Abends scheint die Sonne noch lange auf die Stufen. Wenn es regnet, findet man schnell Schutz im Hauseingang. Gegenüber kann man alten Männern beim Boule-Spielen zuschauen.

10/10 Sterne

5. Nanglo Lappenbergsallee

Kulinarisch hat Eimsbüttel bekanntlich viel zu bieten. Der Asia-Imbiss Nanglo in der Lappen­bergsallee droht da unterzugehen. Das wäre aus gleich mehreren Gründen tragisch. Zum einen, weil es im Stadtteil keinen zweiten Ort gibt, an dem man so zuverlässig die Promi-Zeitschriften des letzten Jahres lesen kann.

Zum anderen, weil unter Nanglo-Kundinnen und -Kunden eine unausgesprochene Verbundenheit herrscht: Man kennt die Nummern der Gerichte auswendig, man weiß die stabilen Plastikverpackungen wiederzuverwenden, man nickt sich zu, weil man versteht, dass es heute mal wieder nicht zum Kochen gereicht hat. Das Essen schmeckt auch. Sehr zu empfehlen sei die Kombination aus Nr. 111 und einem Malzbier.

11/10 Sterne

6. Plakatfläche am Fanny-Mendelssohn-Platz

Es war einmal der McDonalds am Fanny-Mendels­sohn-Platz. Es war einmal der Biomarkt. Jetzt ist nichts. Aber die überdimensionale Werbetafel über dem Laden ist immer da.

Wenn man mit der Rolltreppe aus der U2-Haltestelle Osterstraße nach oben fährt, fällt der erste Blick auf sie. Meistens ist sie leer. Dann wird sie zur Projektionsfläche für die Schattenspiele der umliegenden Häuser und Bäume. Gerade überschaut Hagenbecks kleine Eisbärin in Übergröße die Osterstraße.

7/10 Sterne

7. Modecentrum Schnelsen

Paris hat Haute Couture, Kim Kardashian hat Balenciaga und Hamburg hat das Modecentrum Schnelsen. Das Epizentrum modischer Besonder­heiten, das Boutiquen in der ganzen Bundesrepublik und darüber hinaus versorgt, mag von außen unscheinbar aussehen.

Aber im Inneren eröffnet sich ein Paralleluniversum. Auf 77.500 Quadratmetern gibt es wenig Tageslicht und viele Klamotten, ein Restaurant, ein Bistro und zwei Chihuahuas, die Plastiktüten bewachen. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass man hier drin wahrscheinlich ein ganzes Leben verbringen könnte.

7/10 Sterne


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