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Holger Hansen, "Bistro Einstein"-Besitzer Tigran Sahakyan und Dieter Schreck (v.l.n.r.). Foto: Fabian Hennig
Magazin #13

Neuer Stadtteilverein sucht Haus

Im August wurde der neue Stadtteil- und Kulturverein Eimsbüttel gegründet. Der Verein ist jetzt auf der Suche nach Räumlichkeiten – keine leichte Aufgabe im teuren Eimsbüttel. Dennoch gab es nun schon die erste Amtshandlung: Einen Mittagstisch für Senioren.

Von Fabian Hennig

Dass Eimsbüttel einen Stadtteil- und Kulturverein bekommt, war längst überfällig. Einen Verein, der sich um die Belange aller Eimsbütteler kümmert und verschiedene Kompetenzen unter einem Dach vereint, gibt es derzeit nicht.

Jenseits von Behörde, Initiativen und caritativen Einrichtungen soll es in Zukunft eine Anlaufstelle geben, wo vieles ermöglicht wird. Und das im Herzen von Eimsbüttel, der Osterstraße. Wäre der Stadtteil Eimsbüttel ein Verein, dann wahrscheinlich dieser.

Stadtteilverein ergänzt Osterstraße e.V

Bislang existierte nur der Osterstraße e.V., der die Gewerbetreibenden vertritt und aus dessen Umfeld heraus sich jetzt der Stadtteilverein gegründet hat.

Im Gegensatz zum Osterstraße e.V., der sich um die Belange der Geschäftsleute kümmert, soll der neue Stadtteilverein “als soziales Instrument” gemeinnützige Zwecke verfolgen, sagt Holger Hansen, Vorstandsvorsitzender des Stadtteilvereins und gleichzeitig Vorstandsmitglied im Osterstraßenverein.

Ein paar Treffen waren nötig, um die Gründungssatzung des neuen Stadtteilvereins zu erarbeiten. Ende August wurde diese von den Gründungsmitgliedern unterschrieben.

Zum Vorstand des neuen Bürgervereins gehören, neben Hansen, Dieter Schreck, Marlies von Sawilski und Moritz Altner. Von Sawilski und Altner sind Mitglieder des Kerngebietsausschusses, was laut Verein jedoch keinen Einfluss auf die Durchsetzung der Anträge haben soll.  

Stadtteilverein soll gemeinnützige Zwecke verfolgen

Laut Satzung umfasst das Arbeitsgebiet des Vereins ganz generell alle kommunalen Angelegenheiten, die von kultureller, ökologischer und sozialer Bedeutung für Eimsbüttel sind. Darin enthalten ist auch die Pflege der Wohltätigkeit und Geselligkeit sowie die allgemeine Förderung des Stadtteils.

Auch die Art und Weise, in der der Verein aktiv wird, ist längst nicht in Stein gemeißelt. Denkbar sind Veranstaltungen, Kurse, Sportaktivitäten, Beratungsangeboten und Projektgruppen.

Mittagtisch für Senioren

Obwohl der Verein seine Arbeit noch gar nicht richtig aufgenommen hat, gibt es schon ein erstes Projekt. Mittlerweile gebe es an der Osterstraße keine vernünftigen Möglichkeiten mehr für Senioren, einen preiswerten Mittagstisch zu bekommen, erklärt Hansen.

Die Kantine im Karstadt hat vor ein paar Monaten geschlossen, das Hamburg Haus ist für viele zu weit entfernt und der frühere Mittagstisch in der Lenzsiedlung des ehemaligen Café Büchner ist auch keine Option mehr.

Es musste etwas Neues her, sagt Hansen. Derzeit trifft sich der Stadtteilverein, der auch Senioren unterstützen möchte, im Bistro Eckstein. Daher lag es nah, dort einen Mittagstisch für ältere Menschen einzuführen. Besitzer Tigran Sahakyan fand die Idee gut und ab November gibt es unter der Woche ein Mittagessen zum Preis von 5,50 Euro.

Standort und Mitglieder gesucht

Ab sofort sucht der gemeinnützige Verein Mitglieder, die sich mit einbringen möchten. Noch gibt es weniger Mitglieder als Vorschläge für Projekte. Nach der Meinung von Hansen soll sich das allerdings schnell ändern.

Viele Termine für Hansen und seine Mitstreiter gebe es derzeit, um den Verein weiterzuentwickeln. Zudem wird jede Möglichkeit im Stadtteil genutzt, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ob Weinfest oder XXL-Flohmarkt, im Moment sind sie auf jeder Veranstaltung in Eimsbüttel zu treffen.

Unter dem Motto “Wir suchen: Mitmacher, Ideengeber, Stadtteilentwickler, Kulturmacher” werden Interessierte angesprochen und Vorschläge der Bewohner zur Verbesserung der Lebensqualität in Eimsbüttel gesammelt.

So viel derzeit unklar ist, welche der vielen Ideen zuerst realisiert werden sollen, so deutlich wird, dass eines fehlt: Ein Haus, das das alles ermöglicht. Vieles wird derzeit von Hansen und seinen Mitstreitern in Bewegung gesetzt, um einen solchen Ort zu beschaffen. Ausstattung? Groß genug und auf jeden Fall nahe der Osterstraße.  

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