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Die Abrissarbeiten haben bereits begonnen. Foto: Christiane Tauer
Die Abrissarbeiten haben bereits begonnen, bald entsteht hier der „Pocket Park". Foto: Christiane Tauer
Bürgerbeteiligung

„Pocket Park“ entsteht: Was wünschen sich die Anwohner?

Die Bauarbeiten haben begonnen: An der Kieler Straße entsteht ein „Pocket Park“ – der erste in Hamburg. Wie die Grünfläche aussehen wird, ist noch offen. Was wünscht sich die Nachbarschaft?

Von Valentin Hillinger

Sportgeräte, Ruhe, eine Skaterpark oder eine kleine Freilichtbühne? Die Vorschläge für die Gestaltung des „Pocket Parks“ sind vielfältig.

Im Paciusweg baut das Bezirksamt einen Park im „Westentaschen-Format”. Auf 1.700 Quadratmetern soll dort ein grüner Ort für die Nachbarschaft entstehen.

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Ideen aus der Nachbarschaft

Um die Anwohner in den Planungsprozess einzubinden, hat das Bezirksamt eine Online-Bürgerbeteiligung durchgeführt. Bewohnerinnen des Stadtteils konnten vergangenen Herbst ihre Vorschläge und Ideen einbringen.

Das Ergebnis: Die Beteiligung wurde sehr gut angenommen, so Kay Becker, Sprecher des Bezirksamts Eimsbüttel. Die Anwohnerinnen und Anwohner brachten rund 50 Beiträge und 70 Kommentare ein. Jetzt erarbeitet das Bezirksamt daraus einen Entwurf.

Treffpunkt für Nachbarschaft

Dabei könnte der „Pocket Park” als ein Ort der Begegnung entstehen. Justus Peltzer begrüßt diese Idee. Er leitet das Kolping Jugendwohnheim in der Kieler Straße. 150 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren wohnen dort.

Für die Bewohner wären Sitzmöglichkeiten und ein Treffpunkt im Freien wichtig, so Peltzer. Was sich die jungen Bewohnerinnen außerdem wünschen: eine Fitnessinsel. Den Wunsch nach Sportgeräten im Freien äußerten auch andere Teilnehmer der Bürgerbeteiligung.

Das Kolping Jugendwohnheim liegt an der Kieler Straße. Foto: Valentin Hillinger
Das Kolping Jugendwohnheim liegt an der Kieler Straße. Foto: Valentin Hillinger

„Pocket Park“: Mehr Lärm?

Der Vorschlag trifft aber nicht nur auf Zustimmung: Viele Anwohnerinnen und Anwohner fordern einen Ort der Ruhe, wie die Auswertung der Beteiligung zeigt. Durch die viel befahrene Kieler Straße ist die Nachbarschaft viel Straßenlärm ausgesetzt. Ein Ort, an dem man dem Rauschen der Blätter lauschen kann, fehle im Quartier, stellte ein Anwohner fest.

Justus Peltzer kann den Einwand nachvollziehen, aber: „Menschen sind nun mal laut.“ Sein Argument: Die Lärmbelästigung sei in dem Viertel ohnehin hoch, große Bedenken wegen des Parks habe er daher nicht.

Legales Graffiti in Eimsbüttel?

Ein weiterer kontrovers diskutierter Vorschlag: ein Skatepark. Für Peltzer erscheint die Möglichkeit sinnvoll. Damit könne man einen Raum für Jugendliche verschiedener Altersgruppen schaffen. Während sich auch andere Bewohner bei der Online-Beteiligung für einen Treffpunkt für junge Eimsbütteler aussprechen, sind andere dagegen. Ihre Sorge bezüglich des Skateparks: Noch mehr Lärm.

Vorwiegend auf Zustimmung hingegen stoßt die Idee, eine legale Graffiti-Wand zu installieren. Dort sollen sich Künstler ausleben können, ohne gegen Gesetze zu verstoßen. Vergleichbares gibt es in Eimsbüttel am Spielplatz im Eidelstedter Weg.

Wie geht es weiter?

Wie der „Pocket Park“ am Ende aussieht, wird der Entwurf des Bezirksamts zeigen. Einen Termin für die Präsentation gibt es noch nicht. Geplant ist Ende Mai, sagt Kay Becker vom Bezirksamt.

Derzeit laufen die Abrissarbeiten für das Haus, das auf dem Grundstück steht. Bis Ende März sollen die Arbeiten beendet sein, der Baubeginn für die Parkanlage ist für Herbst 2023 vorgesehen. Im Frühjahr 2024 sollen sich die Anwohnerinnen und Anwohner dann über den fertigen „Pocket Park” freuen können.


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