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Das Bezirksamt Eimsbüttel geht gegen Vermieter im Grindelhof vor. Archivbild: Julia Haas
Die Wohnungen im Grindelhof 87 sollten saniert werden. Archivbild: Julia Haas
Grindel

Nicht als Wohnraum genutzt: Bezirksamt geht gegen Vermieter im Grindelhof vor

Wohnungen im Grindelhof sollen unrechtmäßig als AirBnBs oder an Monteure vermietet worden sein. Das Bezirksamt Eimsbüttel verhängte deshalb eine Strafe.

Von Alexis Milne

Das Haus am Grindelhof 87 in Rotherbaum besteht aus 70 kleinen Einzelapartments. Eigentlich sollte der 50er-Jahre-Bau saniert werden. Die früheren Mieter haben ihre Wohnungen verlassen. Jetzt wurde bekannt: Die Wohnungen wurden im Anschluss zweckentfremdet und für kurze Zeit als Monteurswohnungen und AirBnBs vermietet. Das geht aus einer Pressemitteilung der Eimsbütteler FDP-Fraktion hervor.

Das Bezirksamt Eimsbüttel habe deshalb eine Strafe gegen die Vermieter HKI Consulting verhängt: Sie sollen 45.000 Euro zahlen.

Mieter aus Grindelhof gedrängt?

2022 gingen die ersten Gerüchte im Grindelhof 87 umher. Nach einem Vermieterwechsel befürchteten einige Bewohner, dass sie ihre Wohnungen verlieren würden. Die neue Besitzerin Anima kündigte damals an, sie wolle im Haus sanieren und anschließend die Mieten anpassen.

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Die Wohnungen waren bis dahin klein und relativ günstig: Die Menschen im Haus lebten auf bis zu 14 Quadratmetern, die Warmmiete lag bei weniger als 400 Euro.

Das Haus im Grindelhof 87 bestand aus 70 Wohnungen, die saniert werden sollten. Archivbild: Julia Haas

Die Eimsbütteler Nachrichten berichteten darüber, dass sich die Mieterinnen und Mieter unter Druck gesetzt fühlten, ihr Zuhause zu verlassen. Vertreter der Anima stritten ab, den Mietern zu drohen. Die Sanierung sei überfällig und dringend notwendig.

Sanierung abgebrochen?

Geplant sei gewesen, Feuchtigkeit und Schimmel im Haus zu bekämpfen. Zudem sollten einige der Wohnungen zusammengelegt werden. Aber: Die Sanierung wurde gestoppt, heißt es jetzt von einem Sprecher der Eigentümerin Anima.

Die Entkernung freigewordener Wohnungen hätte das tatsächliche Ausmaß des Sanierungsbedarfs offenbart. Der entsprechende Aufwand sei damit unverhältnismäßig gewesen, heißt es weiter. Aktuell entwickele die Anima in Abstimmung mit dem Bezirk ein Konzept für ein Ersatzgebäude.

Bezirksamt Eimsbüttel greift durch

Von der Anima heißt es zudem, dass die 49 noch bewohnbaren Einheiten im Haus befristet an die HKI Consulting vermietet würden. Im Vertrag sei geregelt, dass das Unternehmen die Apartments als regulären Wohnraum vermiete. Laut der FDP-Fraktion sei das aber nicht der Fall gewesen, weshalb das Bezirksamt eine Strafe verhängt habe.

Neben der Strafzahlung soll HKI Consulting ab März wieder für herkömmliche Mietverhältnisse im Grindelhof 87 sorgen, so die FDP-Fraktion. Der Fraktionsvorsitzende Benjamin Schwanke lobt das Vorgehen des Bezirksamts.

HKI Consulting hat zur Zeit der Veröffentlichung dieses Artikels nicht auf Anfragen der Eimsbütteler Nachrichten geantwortet.


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