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Die Investition in ein gutes Fahrradschloss erschwert Dieben ihr Handwerk. Foto: Karoline Gebhardt

Diebstahl

Zahl der Fahrraddiebstähle geht leicht zurück

Der Senat veröffentlichte im Zuge einer Anfrage vonseiten der CDU eine Statistik über Fahrraddiebstähle in Hamburg. Die Zahl der Entwendungen ging im vergangenen Jahr zwar zurück, dennoch bleibt die Aufklärungsquote gering. Besonders auffällig sind die hohen Zahlen in Eimsbüttel.

schedule Lesezeit ca. 2 min.

Im vergangenen Jahr wurden hamburgweit rund 14.470 Fahrraddiebstähle erfasst. Davon konnten nur 3,2 Prozent der Fälle aufgeklärt werden. Der Bezirk Eimsbüttel steht in der Statistik mit 2.722 Diebstählen an zweiter Stelle der häufigsten Delikte.

CDU stellte Kleine Anfrage

Diese Fakten gehen aus der Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Dennis Thering und Dennis Gladiator hervor. Die beiden CDU-Politiker erfragten statistische Werte zum Diebstahl von Fahrrädern und E-Bikes.

Grund hierfür waren zahlreiche Meldungen von Bürgern über den Verlust ihrer Fahrräder. Sie beklagten sich über die Einstellung ihrer Verfahren. Thering betont, dass “die Aufklärungsquote sehr gering und der nötige Fahndungsdruck der Beamten nicht vorhanden” sei und fügt hinzu, dass “die Beamten nicht hinterher kommen”, um die große Anzahl an Fahrraddiebstählen zu verfolgen.

“SOKO Fahrrad” stellt gestohlene Fahrräder sicher

Die Entwicklung seit 2011 zeigt einen stetigen Anstieg der Zahlen. 2016 wurde ein Höhepunkt von über 3.000 erfassten Diebstählen erreicht.

Im Zuge dieser hohen Fallzahlen und der Verfolgung von überörtlichen Tätern gründete sich im Mai 2016 die “SOKO Fahrrad”, die Durchsuchungsaktionen durchführte und dabei über 2.000 gestohlene Fahrräder sicherstellte. Die neu gegründete Sonderkommission konnte somit einen Rückgang erzielen.

Wenige Fälle aufgeklärt

Dennoch liegt die Quote der aufgeklärten Fälle im Bezirk Eimsbüttel unter drei Prozent. Die Polizei begründet dies mit einem “hohen Entdeckungsrisiko aufgrund mangelhafter Sicherung der Fahrräder”. Sie rät dazu, hochwertige Bügelschlösser zu verwenden, um Dieben ihre Tat zu erschweren.

Hinzu kommt, dass viele Besitzer ihre Fahrräder nicht mit einer Rahmennummer versehen und sie dadurch im Falle einer Sicherstellung “nicht zuordbar” sind. Hierbei wird Fahrradeigentümern nahe gelegt, eine Codierung vorzunehmen und sich die Nummer zu speichern, um bei Diebstahls schneller reagieren zu können.

Thering sieht die geringe Aufklärungsquote als “fatales Zeichen an die Bürger” und will mit der Kleinen Anfrage eine Aufstockung des Personals erreichen. “Es muss personell und finanziell nachgesteuert und die Prioritätensetzung des Senats verändert werden”, formuliert der Verkehrspolitiker sein Anliegen.

Zahl der Fahrraddiebstähle geht wieder zurück

Die Hamburger Polizei schätzt das aktuelle Vorgehen gegen die vermehrten Vorkommnisse als zunehmend erfolgreich ein: “Der Rückgang im Jahr 2017 um 17,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist besonders erfreulich. Doch wir dürfen uns darauf nicht ausruhen.” Es sind weitere Schwerpunkteinsätze und Codierungsaktionen geplant, um den Tätern ihr Handwerk zu legen.

Trotz der Fortschritte lässt sich Fahrraddiebstahl nicht gänzlich verhindern. Der Pressesprecher der Behörde für Inneres Frank Reschreiter fügt dazu hinzu, dass es “natürlich Diebstähle in einer Großstadt gibt”.

Besonders stechen jedoch immernoch die hohen Zahlen im Stadtteil Eimsbüttel heraus. Dieser führt die Liste der zehn Stadtteile mit den höchsten erfassten Diebstählen mit großem Abstand an. Auch die anderen stark betroffenen Stadtteile liegen im Stadtkern und verfügen über eine ausgeprägte Verkehrssituation. Nicht nur das hohe Aufkommen von Autos, sondern auch die rege Nutzung von Fahrrädern ist kennzeichnend. Die Ortsteile bieten somit mehr Gelegenheiten für Fahrraddiebe.

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