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Jutta Mörstedt und Stefan Köttgen sitzen jeden Tag in ihrem Parklet.
Jutta Mörstedt und Stefan Köttgen sitzen jeden Tag in ihrem Parklet. Foto: Valentin Hillinger
Grünflächen

Parklets in Eimsbüttel: Ein voller Erfolg?

Seit gut zwei Jahren können Eimsbütteler Parkplätze vor ihrem Haus in Parklets umwandeln lassen. Das Bezirksamt zieht jetzt Bilanz. Wie kommt das Experiment im Stadtteil an?

Von Valentin Hillinger

„Schon verrückt, was man mit so einer kleinen Fläche erreichen kann“, sagt Jutta Mörstedt. Zusammen mit Stefan Köttgen hat sie das Parklet im Eppendorfer Weg initiiert. Statt Parkplätzen haben die beiden seit rund zwei Jahren eine grüne Sitzecke vor ihrem Haus.

Ihre Bilanz fällt gut aus: „Gut für die Nachbarschaft, gut für die Insekten“, fasst Köttgen zusammen.

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Bezirksamt: Zwischenbilanz positiv

Die Parklets gehen zurück auf die Schwarz-Grüne Koalition im Bezirk, die bis Ende 2021 hielt. Damals wurde das Projekt als Experiment gestartet. Jetzt, zwei Jahre später zieht das Bezirksamt Zwischenbilanz. Das Projekt sei bei den Eimsbüttelern auf Interesse gestoßen, lautet das Ergebnis.

Bisher wurden insgesamt vier Parklets im Bezirk beantragt. Genehmigt wurden davon drei. Einen Antrag für die Marthastraße lehnte die Straßenverkehrsbehörde ab. Der Grund: Ein Parklet hätte den Straßenverkehr beeinträchtigt.

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Parklets im Trend

Die Idee des Parklets ist simpel: Anwohner können die Parkplätze vor ihrem Haus in kleine Erholungsflächen umwandeln. Die Idee kommt aus San Francisco. Mittlerweile ist das Projekt auch in Deutschland weit verbreitet. Im Stadtteil Eimsbüttel gibt es aktuell zwei Stück: Im Eppendorfer Weg 169 und in der Bellealliancestraße 40-42.

„Wertet den Stadtteil auf“

Jutta Mörstedt und Stefan Köttgen waren die ersten, die ein Parklet in Eimsbüttel beantragten. Zusammen mit ihrer Hausgemeinschaft pflegen sie die Sitzecke bis heute. Auf 24 Quadratmetern – das entspricht zwei Parkplätzen – haben die Initiatoren Pflanzenbeete und Bänke aufgestellt.

Seitdem ist hier viel los, erzählen die beiden. Familien sowie ältere Menschen würden hier regelmäßig eine Pause einlegen. Auf die Nachbarschaft habe das Projekt einen positiven Einfluss, so Mörstedt.

Positives Feedback

Wichtig war den beiden Betreibern, dass ihre Sitzecke insektengerecht ist. Dafür haben sie sich viel Gedanken um die richtige Bepflanzung gemacht. Und die Mühe hat sich gelohnt: Verschiedene Bienenarten haben sich schon im Parklet angesiedelt, erzählt Köttgen. Darauf sind die Initiatoren besonders stolz.

Die meisten Menschen seien von dem Projekt begeistert – und wollen selbst ein Parklet vor ihrem Haus errichten. Negatives Feedback aus der Anwohnerschaft erhalten sie selten, erzählen die Parklet-Pioniere.

Parklet: Unterstützung vom Bezirk

Ein Parklet beantragen kann jeder, ob Einzelperson oder Gemeinschaftsinitiative. Für die Neugestaltung sind regulär ein Parkplatz mit 12 Quadratmetern vorgesehen. Der Antrag kann auch auf 24 Quadratmeter erweitert werden. Das Parklet muss zu mindestens 40 Prozent begrünt sein, gibt das Bezirksamt vor. Es darf den Straßenverkehr nicht behindern.

Die Verantwortung für die Pflege sowie Kosten tragen die Antragstellenden. Das Bezirksamt unterstützt neue Parklets einmalig mit maximal 2.000 Euro für Materialien und Aufbau. Die Nutzung der Fläche selbst ist kostenlos. „2000 Euro – für so ein Projekt nicht viel“, findet Jutta Mörstedt.

Mörstedt: „Unsere Stadt selbst gestalten“

Was sollte man bei der Bewerbung beachten? „Leute suchen, die einem helfen“, empfiehlt Köttgen. Alleine sei das Parklet zu viel Arbeit – mit Unterstützung aus der Nachbarschaft aber ein tolles Projekt. Wichtig sei zudem, einen guten Ort für das Parklet auszuwählen: Nicht zu weit weg vom eigenen Zuhause, manchmal Sonne, im Sommer Schatten.

Ein Parklet sei zwar viel Arbeit, doch es lohnt sich, finden die beiden. „Wir können unsere Stadt auch selbst gestalten“, so Mörstedt. Das Projekt sei eine gute Möglichkeit dafür. An die Eimsbütteler richten sie einen Appell: „Traut euch!“


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