Schließung der Erstaufnahmen in Stellingen und Schnelsen
Die Erstaufnahme in der Vogt-Kölln-Straße wird im Mai geschlossen. Foto: Fabian Hennig
Flüchtlingsunterkünfte

Schließung der Erstaufnahmen in Stellingen und Schnelsen

Im Januar wurde die Flüchtlingsunterkunft in der Papenreye geschlossen. Im Laufe des Monats sollen zwei weitere Erstaufnahmen für Geflüchtete in Eimsbüttel folgen. 

Der Bedarf an Plätzen in Erstaufnahmen für Geflüchtete aus Kriegsregionen geht weiter zurück. Das führt zur Schließung von Unterkünften in der Stadt.

Im Mai sollen zwei Erstaufnahmen in Eimsbüttel geschlossen werden – am 15. Mai in der Flagentwiet und am 25. Mai in der Vogt-Kölln-Straße.

Kapazität nicht ausgeschöpft

Wegen der rückläufigen Flüchtlingszahlen werden die Plätze in den Erstaufnahmen nicht mehr benötigt. Die nun anstehenden Maßnahmen haben die Integration der Menschen im Mittelpunkt.

Aus diesem Grund werden Folgeunterkünfte gebaut, in die Geflüchtete mit Bleibeperspektive ziehen werden.

“Die Kapazitäten der Folgeunterkünfte reichen momentan nicht aus und daher werden weitere gebaut”, erklärt der Pressesprecher des Zentralen Koordinierungsstabs Flüchtlinge (ZKF), Daniel Posselt.

Erstaufnahmen teuer

Die Erstaufnahmen verursachen hohe Kosten, die durch die Versorgung und den 24-Stunden Wachdiensten entstehen. In den Folgeunterkünften würden diese Kosten entfallen.

“Die Menschen, die in Folgeunterkünften untergebracht werden, können selber für sich sorgen – sie haben eine HVV-Karte, erledigen selber den Einkauf und bemühen sich, eine Beschäftigung zu finden”, fügt Posselt hinzu.

Rückgabe an alte Mieter

Mit “Schließung” sei der Auszug der letzten Bewohner und der Rückbau der Gebäude gemeint, erklärt der ZKF-Sprecher. Der Platz soll nun den ursprünglichen Betreiber übergeben werden. Im Fall der Erstaufnahme in der Vogt-Kölln-Straße ist das die Universität Hamburg.

Die Unterkunft in der Flagentwiet ist ein städtisches Gebiet, das als Gewerbefläche ausgewiesen wurde und von der Hamburger Investment Entwicklungsgesellschaft betrieben wird.

Diese ist vom Hamburger Senat gegründet worden mit dem Ziel, städtische Flächen zu vermarkten und deren Entwicklung zu fördern.

Etwa drei bis vier Monate kann der Rückbau der Erstaufnahmen dauern, dann können die Flächen von den ursprünglichen Betreibern wieder genutzt werden.

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