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Auf dem "Platz ohne Namen" wird getauscht - ein neues Tauschhaus soll hier bald stehen. Foto: Anja von Bihl

Nachbarschaftlich

Tauschhaus am Platz ohne Namen

Ein neues Tauschhaus soll Anwohnern rund um den “Platz ohne Namen” die Gelegenheit geben, gebrauchte Gegenstände untereinander zu tauschen.

schedule Lesezeit ca. 2 min.

Auf dem “Platz ohne Namen” an der Grenze zwischen Eimsbüttel und Altona soll demnächst ein sogenanntes “Tauschhaus” aufgebaut werden.

Das Nachbarschaftsprojekt wird in Eigeninitiative umgesetzt, in der die Anwohner rund um den Platz die Gestaltung der Fläche selbst in die Hand nehmen.

Des einen Müll ist des anderen Schatz

Das Nachbarschaftsprojekts will einen Tauschkreislauf ins Leben zu rufen, bei dem Anwohner die Möglichkeit haben, Gegenstände, die keinen Gebrauch mehr im Haushalt finden, anderen zur Verfügung zu stellen, die womöglich genau danach suchen.

Im zwei mal zwei Quadratmeter großen Tauschhaus kann sich jeder bedienen oder den eigenen nicht mehr gebrauchten Besitz verschenken.

Dadurch soll das Entsorgen von noch brauchbaren und heilen Dingen auf dem “Platz ohne Namen” reduziert werden.

Finanzierung von zwei Stellen

Der Weg bis zum Aufstellen vom Tauschhaus ist nicht ganz einfach gewesen, teilt die Initiatorin und Verantwortliche für das Projekt Claudia Barenthien mit:

“Die Genehmigung für das Tauschhaus war eine Frage der Bezirkspolitik. Seit Januar haben wir aber endlich die Erlaubnis.”

Die Zukunft des Projekts hänge auch finanziell vom Bezirksamt Altona ab, denn dieses soll die Kosten für den Bau des Tauschhauses durch einen Sonderzuschlag übernehmen.

Warten auf die Finanzierung

“Aktuell warten wir auf die endgültige Zusage zur Finanzierung”, teilt Frank Morgenstern, Verantwortlicher für den finanziellen Teil des Projekts, mit.

“Wir hoffen, dass das Tauschhaus bis Ende Mai fertiggestellt werden und bei Grill und Kuchen an einem Samstag eingeweiht werden kann”, teilen die Initiatoren, die sich freiwillig am Projekt beteiligen, weiter mit.

“Das Bezirksamt Altona unterstützt viele Projekte zur Entwicklung der Platzkultur und ist im Allgemeinen sehr kooperativ. Leider sieht es beim Bezirksamt Eimsbüttel anders aus”, fügt Morgenstern hinzu.

Gemeinsame Verantwortung

“Man braucht mehr Leute, die sich darum kümmern”, erklärt Barenthien und ruft noch mehr Freiwillige auf, die das Leben auf der gemeinsamen nachbarschaftlichen Fläche zusammen gestalten.

Mithilfe wird noch bei der Betreuung des Tauschhauses benötigt: “Durch Gespräche mit dem Bezirk wurde deutlich, dass ein großes Problem die Vermüllung ist. Es ist wirklich unglaublich, was einige Menschen in um und an Tauschhäusern hinterlassen”, teilt Barenthien mit, “hier muss man öfters ‘nach dem Rechten sehen'”.

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