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Straßenschild Lappenbergsallee. Foto: Alicia Wischhusen

Geschichte

Straßennamen in Eimsbüttel: Lappenbergsallee

Osterstraße, Hoheluftchaussee, Gärtnerstraße: lebendige Einkaufsstraßen in Eimsbüttel und all die kleineren und kleinen Wohnstraßen – woher haben sie ihre Namen? Die Eimsbütteler Nachrichten klären in lockerer Folge auf…

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Die Lappenbergsallee verläuft von der Fruchtallee kommend durch den Norden Eimsbüttels und mündet in den Langenfelder Damm. Neben einigen Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants gibt es aber auch viel Durchgangsverkehr. Die Straße ist von vielen, zum Teil sehr alten, Bäumen gesäumt und von mehrgeschossigen Wohngebäuden umrahmt.

Rund um die Apostelkirche ist die Bebauung durch den Park an der Kirche etwas aufgelockert.

Lappenbergsallee – parallel zur Sillemstraße

Die Lappenbergsallee ist nach dem deutschen Historiker Johann Martin Lappenberg benannt. Er wurde am 30. Juli 1794 als Sohn des Hamburger Arztes Anton Lappenberg und dessen Ehefrau Catharina Margarethe Sillem geboren. Er besuchte sowohl das Johanneum als auch das Akademische Gymnasium.

Im Alter von 18 Jahren wollte sich Lappenberg im März 1813 dem russischen General Freiherr Friedrich Carl von Tettenborn anschließen, was ihm seine Eltern aber verboten. Stattdessen wurde er zum Medizinstudium nach Edinburgh geschickt. Schon nach wenigen Vorlesungen an der Universität merkte er, dass das Medizinstudium nichts für ihn war und wechselte zu den Fächern Staatswissenschaften und Geschichte. Außerdem wechselte er auch den Studienort, indem er nach London zog.

Viel unterwegs

Im Jahr 1815 verließ Lappenberg London, um in Berlin an der Humboldt-Universität unter Karl Friedrich Eichhorn und Friedrich Karl von Savigny Jura zu studieren. Schon ein Jahr später zog er erneut um – nach Göttingen. Dort promovierte er bei Gustav von Hugo zum Doktor der Juristerei.

Nach seinem Studium arbeitete er bis 1819 als Anwalt in Hamburg, dann wurde er als hamburgischer Ministerresident nach Preußen an den Hof geschickt. Wenige Jahre später wurde ihm der Dienst zuwider und Lappenberg kehrte 1823 nach Hamburg zurück. Hier trat er die Stelle des Archivars des Hamburger Senats an.

Berufliche Herausforderung

Zwei Jahre nach seiner Rückkehr nach Hamburg ehelichte Lappenberg 1825 Maria Emilie Baur, die jedoch schon ein Jahr nach der Heirat verstarb. Nach einer Trauerzeit heiratete er Marianne Louise Baur, die jüngere Schwester seiner verstorbenen Frau.

Die beiden hatten sowohl drei Töchter als auch drei Söhne. 1839 war er Mitgründer des Vereins für Hamburger Geschichte und wurde auch sein erster Vorsitzender. Seine größte berufliche Herausforderung als Archivar hatte er 1842, als beim Großen Brand sehr viele Archivalien vernichtet wurden. Einige Jahre später, 1849, wurde er als Abgeordneter des Hamburger Senats in den Bundestag nach Frankfurt am Main geschickt.

Ehrenhalber Doktortitel

Mit 69 Jahren ging er 1863 in den Ruhestand. Zu diesem Zeitpunkt drohte ihm wegen einer Augenkrankheit die Erblindung. Er war Mitglied in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Für seine Verdienste wurde ihm 1855 von der Universität Kiel der Doktortitel ehrenhalber verliehen. Lappenberg starb am 28. November 1865 in Hamburg. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf im Bereich des Althamburgischen Gedächtnisfriedhofs.

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