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Beiersdorf-Quatier Projektbeteiligte Beiersdorf, Bezirk Eimsbüttel Duplex Architekten
Die Projektbeteiligten von Beiersdorf, dem Bezirksamt Eimsbüttel und dem zuständigen Architekturbüro präsentierten die Pläne für das Quartier. Foto: Christiane Tauer
Stadtentwicklung

Beiersdorf-Quartier: So wird das neue Wohnviertel aussehen

Das Architekturbüro stellte am Dienstagabend seinen Siegerentwurf für das Stadtquartier zwischen Unna- und Quickbornstraße vor. Wie hoch die Häuser werden und wann die ersten Mieter einziehen können.

Von Christiane Tauer

Rotklinker, Holzfassaden, viel Grün und Innenhöfe, die als Außenwohnzimmer dienen: Das Team der Duplex Architekten hat am Dienstagabend seinen Entwurf für das rund 800 Wohnungen umfassende Quartier zwischen Unna- und Quickbornstraße der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Architekturbüro mit Sitz in Deutschland, Frankreich und der Schweiz ist der Gewinner der hochbaulichen Entwurfsstudie.

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Beiersdorf-Quartier: Das wird gebaut

Es setzte sich gegen neun andere Planungsbüros durch, die im März vergangenen Jahres begonnen hatten, die architektonischen Leitlinien für die Bebauung des Beiersdorf-Areals zu entwickeln.

Wie diese Bebauung im Detail aussehen kann, erläuterte Dan Schürch, Geschäftsführer der Duplex Architekten, vor rund 200 Bürgerinnen und Bürgern in der Aula des Gymnasiums Hoheluft. Diese zeigten sich begeistert von den Entwürfen, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Wie kriegen wir die Nachbarschaft zusammen? Diese Frage stand laut Schürch über allem.

Beiersdorf-Quartier ist autofrei

Zentrale Elemente des Beiersdorf-Quartiers sollen belebte Erdgeschosse mit kleineren Gewerbeflächen sein, eine Quartiersgasse, die im autofreien Quartier wie eine Wohnstraße wirkt, sowie durchweg zugängliche und begrünte Dachflächen. Auf ihnen sollen die Bewohnerinnen und Bewohner zusammenkommen und gemeinsam Zeit verbringen können.

„Die hohe Dichte bedingt soziale Breite“, sagte Schürch. Das neue Viertel wolle sich an die Bedürfnisse von Menschen unterschiedlicher Altersstufen und Lebensentwürfe anpassen – sowohl Wohnungen für Familien, Studierende, Singles oder Senioren seien geplant.

Eine Quartiersgasse soll quer durch das Wohnviertel führen. Visualierung: Duplex Architekten

Rund 200 Bürgerinnen und Bürger informierten sich über die Pläne für das Stadtquartier. Foto: Christiane Tauer

So soll der Innenhof des neuen Quartiers aussehen. Visualisierung: Duplex Architekten

Hier kommen unter anderem filigran gestaltete Erker, vorspringende Balkone oder Mauervorsprünge ins Spiel. Sie sollen nicht nur besondere optische Elemente der Gebäude sein, sondern auch ganz praktisch zum Lärmschutz beitragen.

Zwei besonders hohe Gebäude soll es im inneren Teil der insgesamt fünf geplanten Baublöcke geben – mit 14 und 12 Stockwerken. Nach außen hin werde die Bebauung weniger hoch sein, versicherte Schürch, als ein Raunen angesichts dieser Größe durch das Publikum ging. „Dort sind Fünf- bis Achtgeschosser geplant.“

Öffnung in Richtung Weiher

Ziel sei es, das Beiersdorf-Quartier in die Umgebung zu integrieren – und eine Öffnung des Viertels zum Weiher zu schaffen. So wird die Quartiersgasse quer durch das 34.000 Quadratmeter große Areal führen und eine Verbindung vom Weiher bis zur Heckscherstraße darstellen.

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Die Pläne für das Beiersdorf-Quartier

Bereits 2019 hatte das Planungsteam von ASTOC Architekten und LAND Germany den städtebaulichen Wettbewerb gewonnen. Dieser Entwurf bildete die Grundlage für die Gestaltung der Freiräume und Anordnung der Gebäude.

Die jetzt vorgestellten Pläne der Duplex Architekten als Gewinner der hochbaulichen Entwurfsstudie bauen darauf auf. Daneben werden auch die Entwürfe des zweitplatzierten Architekturbüros Renner Hainke Wirth Zirn Architekten aus Hamburg in die weiteren Planungen mit einfließen.

Die Frage einer Bürgerin, wie genau „autoarmes Quartier“ zu verstehen sei, beantwortete Jan Finke, Leiter Projektentwicklung der Beiersdorf Immobilienentwicklungs GmbH. Das würde nicht bedeuten, dass die Bewohner gänzlich auf Autos verzichten müssten.

„Es wird in jedem Baublock eine eigene Tiefgarage geben, wir zielen auf 700 Stellplätze ab“, sagte er. Innerhalb des Wohnquartiers selbst solle aber kein Autoverkehr zugelassen sein.

Potenzielle Mieter bekunden schon Interesse

Auch die Vergabe der Wohnungen – geplant sind ausschließlich Mietwohnungen – war Thema der Veranstaltung. Es gebe bereits Interessensbekundungen potenzieller Mieter, obwohl noch keine Grundrisse oder Mietpreise feststünden, sagte Peter Wenzel, Geschäftsführer der zu Beiersdorf gehörenden Alters- und Hinterbliebenenstiftung TROMA. Die TROMA ist offizielle Eigentümerin und Bauherrin des neuen Beiersdorf-Quartiers.

Mit welchen Mietpreisen zu rechnen sei, wollte eine Bürgerin wissen. Hier hielt sich Wenzel bedeckt. Er verwies lediglich darauf, dass die Preise für Neubauten aktuell bei 18 bis 20 Euro pro Quadratmeter lägen – und das neue Quartier werde voraussichtlich 2030 fertig sein. Wer Interesse an einer Wohnung hat, kann das über die Website der Stadtmacherei Eimsbüttel ankündigen.

Name für neues Stadtquartier gesucht

Auf dieser Website sind auch alle weiteren Informationen zum Beiersdorf-Quartier und zum sechsjährigen Beteiligungsprozess zu finden. In gut einem Dutzend Werkstätten und Bürgerveranstaltungen konnten die Eimsbütteler an der Planung des neuen Wohnviertels teilnehmen, ihre Ideen einbringen und Kritik üben. Dieser Prozess endet nun.

Zum Abschluss waren die Bürgerinnen und Bürger aber noch einmal zur Teilnahme aufgerufen – und zwar bei der Namensfindung. Wie soll das neue Quartier heißen? Beiersdorf-Quartier, Stadtquartier oder ganz anders? Die Vorschläge wurden am Dienstag in einer Box gesammelt und gehen jetzt in die Auswertung.

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Die Hintergründe

Möglich wird das neue Stadtquartier im Herzen Eimsbüttels durch den Umzug der Beiersdorf-Zentrale an die Troplowitzstraße. Von diesem Jahr an sollen die rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am neuen Beiersdorf-Campus tätig sein.

Der Abriss der alten Gebäude zwischen Unna- und Quickbornstraße soll 2024 erfolgen. Lediglich das Gebäude des Meridians wird bestehen bleiben.

Das gesamte Quartier soll langfristig im Besitz der zu Beiersdorf gehörenden Alters- und Hinterbliebenenstiftung TROMA bleiben. Aus diesem Grund wird es zu 100 Prozent Mietwohnungen und keine Eigentumswohnungen geben.


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