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Die Band "Tonbandgerät" unterstützt die Eimsbütteler Klimapolitik. Foto: Lukas Görlitz
Die Band "Tonbandgerät" unterstützt die Eimsbütteler Klimapolitik. Foto: Lukas Görlitz
Klimaschutz

Klimaschutz in Eimsbüttel: „Bei sich selbst anfangen“

Das Bezirksamt Eimsbüttel will den Klimaschutz voranbringen und ruft alle Eimsbütteler auf mitzumachen. Unterstützt wird das Vorhaben von der Band „Tonbandgerät“.

Von Julia Haas

„Nicht mit dem Zeigefinger auf andere zeigen“, lautet die Devise. In puncto Klimaschutz muss jeder bei sich selbst anfangen. Wie das aussehen kann, will das Bezirksamt Eimsbüttel vormachen: Fahrrad statt Auto, Leitungswasser statt PET-Flaschen.

Am Montag stellten Bezirksamtsleiter Kay Gätgens und sein Klima-Team vor, wie sie den Klimaschutz in Eimsbüttel verankern wollen. „Klimaschutz muss im Alltag selbstverständlich werden“, meint Gätgens. Doch das Bezirksamt weiß auch: Dafür müssen alle ins Gespräch kommen – Vereine, Initiativen, Unternehmen und vor allem Menschen, die in Eimsbüttel leben.

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Bezirksversammlung: „Klimaschutz wird entscheidendes Thema“

Den Anfang für mehr Austausch macht das BarCamp am 16. April. Interessierte aus Eimsbüttel können sich bei der Online-Veranstaltung über klimarelevante Themen wie Mobilität und Abfall austauschen. Das Ziel: Ideen sammeln, die das Klimaschutzmanagement in konkrete Maßnahmen umwandelt. „Wir wollen die Öffentlichkeit mitnehmen und beteiligen“, erklärt Antonia Schulitz. Sie leitet die im Sommer 2020 gegründete Klimaabteilung im Bezirksamt. Bis Ende des Jahres erstellt das Klima-Team einen Fahrplan für Eimsbüttel: Er soll als Grundlage für alle Klimaaktivitäten im Bezirk dienen.

Ob und inwieweit dieser umgesetzt wird, entscheidet dann die Bezirksversammlung. Deren Vorsitzender Falk Schmidt-Tobler zeigte sich am Montag freudig über das Eimsbütteler Vorhaben: „Klimaschutz wird das entscheidende Thema der nächsten Jahre.“ Die Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligungen unterstützt die Versammlung mit Sondermitteln in Höhe von 150.000 Euro.

Band unterstützt Eimsbütteler Klimapolitik

Ins Gespräch kommen will das Bezirksamt auch mit Kindern und Jugendlichen. Sie seien in besonderem Maße zu beteiligen, betonte der Bezirksamtsleiter. Wie das aussehen kann, werde derzeit erarbeitet. Möglich sind Unterrichtseinheiten, die den Klimaschutz thematisieren.

Prominente Unterstützung gibt es dafür von der Eimsbütteler Band „Tonbandgerät“. Als Klimabotschafter für Eimsbüttel wollen die Musiker ihre Reichweite nutzen und Klimaschutz vor allem bei jüngeren Menschen ansprechen. Gitarristin Sophia Poppensieker sagte: „Es sind die kleinen Dinge, die wir verändern können.“ Für die Band bedeutet das zum Beispiel aufs Autofahren zu verzichten oder Fan-Shirts aus Bio-Baumwolle herzustellen.

Hamburgs Klimaplan

Das Klimaschutzkonzept für Eimsbüttel versteht das Bezirksamt als wichtige Säule der Zukunft – für das Eimsbüttel im Jahr 2040. Neben dem Klimaschutz führen ein räumliches und soziales Leitbild in die Zukunft. Ersteres fokussiert die bauliche Entwicklung des Bezirks und steht seit knapp drei Jahren fest, zweiteres wird aktuell erarbeitet und bis zum Jahreswechsel fertiggestellt.

Dass Klimaschutz nicht an den Bezirksgrenzen endet, wissen die Eimsbütteler: Sie wollen ihren Beitrag zum Hamburger Klimaplan leisten. Dieser sieht vor den CO2– Ausstoß bis 2030 um 55 Prozent zu verringern, bis 2050 soll Hamburg klimaneutral sein. Um die Ziele zu erreichen, setzt das Bezirksamt Eimsbüttel auf seine Vorbildfunktion. Ob mit E-Autos, Leitungswasser oder Fahrradfahren: „Wir wollen nicht mit dem Finger auf andere zeigen, sondern selbst anfangen.“

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