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Kandidaten und Moderatoren kurz vor der Podiumsdiskussion Foto: Olivera Zivkovic
Direktkandidaten und Moderatoren kurz vor Beginn der Diskussion. Foto: Olivera Zivkovic
Bundestagswahl

So lief die Podiumsdiskussion im Hamburg Haus

Außenpolitik, Klimawandel, Digitalisierung, Wirtschaft – zu diesen und vielen weiteren Themen äußerten sich die Eimsbütteler Direktkandidaten bei unserer Podiumsdiskussion am Mittwochabend im Hamburg Haus.

Von Olivera Živković

Die Eimsbütteler Nachrichten veranstalteten am Mittwoch den 6. September zusammen mit abgeordnetenwatch.de eine Podiumsdiskussion mit sechs Eimsbütteler Direktkandidaten. Die Kandidaten und zwei Moderatoren diskutierten über wichtige Themen wie Wirtschaft, Klimawandel, EU sowie Digitalisierung.

Podiumsdiskussion mit sechs Direktkandidaten aus Eimsbüttel

Teilnehmer der Diskussion waren Rüdiger Kruse (CDU), Niels Annen (SPD), Zaklin J. S. Nastic (Die Linke), Anna Gallina (Bündnis 90/Die Grünen), Ria Schröder (FDP) sowie Marco Scheffler, der keiner Partei angehört. Die Veranstaltung wurde von Max Gilbert, Redakteur der Eimsbütteler Nachrichten und Roman Ebener, Leiter des Hamburger Büros von abgeordnetenwatch.de, moderiert.

Bundestagswahl: Podiumsdiskussion mit Eimsbütteler Direktkandidaten

Gallina (Bündnis 90/Die Grünen): "Deutschland muss endlich aufhören, die Waffen in die Krisenregionen zu exportieren". Foto: Niklas Heiden
Schröder (FDP): "Neue Technologien sind eine gute Lösung für die Umwelt" Foto: Niklas Heiden
Kruse (CDU): "Die Türkei ist kein demokratisches Land." Foto: Niklas Heiden
Rüdiger Kruse (CDU), Zaklin Nastic (Die Linke), Anna Gallina (Bündnis 90/Die Grünen) im Dialog mit den Bürgern. Foto: Niklas Heiden

Alle gegen EU-Beitritt der Türkei, Aufrüstung diskutabel

Alle Kandidaten haben sich gegen die türkische Politik ausgesprochen und am türkischen Präsident Erdogan Kritik geübt. Während der SPD-Kandidat Annen betont, man solle die Verhandlungen mit der Türkei abbrechen, erklärte Kruse von der CDU, die Union habe immer den Beitritt der Türkei abgelehnt.

Auf die Frage, ob militärische Aufrüstung der richtige Weg für Deutschland ist, hatten die Kandidaten unterschiedliche Antworten. Grünen-Kandidatin Anna Gallina hält Aufrüstung für die falsche politische Entscheidung, und will keine weiteren Waffenexporte in die Krisengebiete. Zaklin Nastic von der Linken, gibt zu bedenken, dass es wohl nicht mehr der Bundestag wäre, der entscheidet, ob, wann und wo eine gemeinsame europäische Armee eingesetzt werden würde.

Foto: Phillip Holländer

190.000 Wahlberechtigte und 2.000 Helfer zur Wahl in Eimsbüttel

Am 24. September ist es soweit: Für die Wahl des 19. Deutschen Bundestages laufen auch in Eimsbüttel die Vorbereitungen auf Hochtouren. In 188 Wahllokalen und 80 Briefwahllokalen werden rund 2.000 Wahlhelfer im Einsatz sein.

Große Diskussion beim Thema Klimawandel

Auf die Frage, wie viel politische Souveränität Deutschland an die EU abgeben soll, gab es unterschiedliche Antworten. Trotz berechtigter Kritik an der EU, so Anna Gallina, habe die EU viel für eine friedliche Integration getan. Obwohl man, laut dem parteilosen Marco Scheffler, nicht allein arbeiten solle, sieht er eine weitere politische Vertiefung der EU kritisch.

Die Podiumsdiskussion mit Direktkandidaten im Hamburger Haus Foto: Niklas Heiden
Die Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl im Hamburger Haus. Foto: Niklas Heiden

Schafft Deutschland das nächste Etappenziel im Klimaschutz? Grünen-Kandidatin Gallina erinnert daran, dass Deutschland immer noch zu viel Braunkohle verbrenne. Niels Annen betont, dass einflussreiche Interessengruppen eine ökologische Politik bremsen.

Ria Schrörder setzt sich für die Unterstützung von nachhaltigen Unternehmen ein und möchte eine digitalisierte Arbeitswelt, wo man zumindest einen Tag pro Woche von zu Hause aus arbeiten könne.

Alle Themen und die ganze Diskussion finden Sie in hier.

Kommentar des Publikums

„Ich bin vor kurzem nach Eimsbüttel gezogen. Jetzt bin ich hier wahlberechtigt und muss mich ja informieren. Ich fand es interessant die Direktkandidaten in echt zu sehen. Es geht ja um meine Erststimme. Die AfD hätte man einladen sollen, um sie zu entzaubern“, meinte Cihan Sügür, der während der Diskussion auch fleißig twitterte.

Besucher Cihan Sueger. Foto: Phillip Holländer
Besucher Cihan Sueger. Foto: Phillip Holländer

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