Methfesselfest sucht helfende Hände
Zusammenkommen mit Nachbarn auf dem Methfesselfest. Foto: Jürgen Kabey
Nachbarschaft

Methfesselfest sucht helfende Hände

Vom 29. Juni bis zum 1. Juli findet das diesjährige Methfesselfest auf dem Else-Rauch-Platz statt. Initiativen und Verbände erhalten die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen. Es werden jedoch noch zahlreiche ehrenamtliche Helfer benötigt.

Es dauert zwar noch rund vier Monate, doch die Vorbereitungen für das 23. Methfesselfest laufen bereits auf Hochtouren. In den monatlich stattfindenden Treffen berät sich das Organisations-Team mit allen Interessierten und Engagierten über die Programmpunkte für das diesjährige Nachbarschaftsfest.

Forum für Initiativen

Vom 29. Juni bis zum 1. Juli wird wieder einmal das Methfesselfest auf dem Else-Rauch-Platz im Herzen Eimsbüttels stattfinden. Es ist ein politisches Fest, das “Initiativen ein Forum geben will”, berichtet Jürgen Kabey, einer der Organisatoren.

Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr unter dem Motto “Kein G20 nirgendwo – wir haben etwas Besseres vor” stand, sollen dieses Jahr Umweltinitiativen eingeladen werden und die Frage “Wie gehen wir mit unserer Umwelt um?” im Vordergrund stehen. Damit wollen die ehrenamtlichen Akteure auch den aktuellen Konflikt zwischen Beiersdorf und der Kleingartenanlage in Lokstedt aufgreifen.

Austausch mit Nachbarn

Die geladenen Verbände können ihre Aktionen und Vorschläge zur Thematik zum einen durch Infostände präsentieren und zum anderen auf der Bühne und im Kulturzelt vorstellen. Neben den politischen Angeboten und musikalischen Darbietungen wird es auch in diesem Jahr wieder einen Flohmarkt von Nachbarn für Nachbarn geben.

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Tanzgruppen und Bands gestalten das Bühnenprogramm. Foto: Jürgen Kabey

Doch nicht nur für Erwachsene ist das Methfesselfest ein Ort zum Zusammenkommen und Austauschen. Der Sonntag wird ganz dem Nachwuchs gewidmet. Durch Programmpunkte wie dem Puppentheater, Kinderschminken und Auftritte der Tanzgruppe “Lenz Dance” der Lenzsiedlung e.V. “fühlen sich Kinder bei uns wohl”, führt Kabey weiter aus.

Auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern

Um jedoch ein geselliges Zusammenkommen der Nachbarschaft möglich zu machen, “brauchen wir Leute, die mitdenken”, merkt Kabey an. Deshalb ist er auf der Suche nach jungen helfenden Händen, die sich ehrenamtlich an der Organisation und Durchführung der diesjährigen Feierlichkeit beteiligen wollen.

Er kritisiert, dass viele frühere Aktive keine Zeit mehr haben, um den festen Kern aus etwa acht Personen zu unterstützen. Dieser entwickelt sich ihm zufolge immer mehr und mehr zu einem “Seniorenclub” und er kann sein Wissen nicht weitergeben, “weil es niemanden gibt”.

Der 69-jährige Jürgen Kabey betont die Notwendigkeit von jungen Menschen für das Fest. Sie würden neue Schwerpunkte setzen, Innovationen einbringen und dadurch verschiedene Personengruppen ansprechen.

Ideen und Vorschläge werden monatlich im Magda-Thürey-Zentrum in der Lindenallee diskutiert und erste Vorbereitungen getroffen.

Vom Kinderfest zu aktuellen Stadtteilthemen

Das Fest, auf der nach dem Komponisten der Hamburg-Hymne Alfred Methfessel benannten Straße, begann 1974 als Kinderfest und wurde bis 1989 von der DKP ausgerichtet.

Ab 1990 versuchten sich die Grünen an der Gestaltung der Veranstaltung. Seit 1996 liegt die Organisation und Umsetzung in den Händen stadtteilinteressiert Bürger und Anwohner und findet seither jährlich statt.

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