arrow_back_ios Eimsbütteler Nachrichten
fullscreen Weniger Straftaten in Eimsbüttel
Symbolbild. Foto: Fiona Kleinert

Kriminalstatistik

Weniger Straftaten in Eimsbüttel

Die Hamburger Polizei hat die Kriminalitätsstatistik für Eimsbüttel veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2017 weniger Straftaten erfasst. Es konnte weiterhin nur ein Bruchteil aller Vergehen aufgeklärt werden.

schedule Lesezeit ca. 2 min.

Nachdem die Hamburger Polizei bereits zu Beginn des Jahres die Kriminalstatistik von 2017 vorgestellt hat, veröffentlichte sie nun die für die Bezirke aufgeschlüsselten Werte.

Von den 225.947 Straftaten hamburgweit sind 19.860 Fälle im Bezirk Eimsbüttel erfasst worden. Damit gab es in Eimsbüttel knapp 2.000 Delikte weniger als im Vorjahr.

Anzahl der Raubüberfälle sinkt

Im vergangenen Jahr gab es im Bezirk 104 Raubüberfälle. Dies ist zwar eine leichte Verringerung zu 2016, aber es konnten nur ein wenig mehr als die Hälfte aller Vorfälle aufgeklärt werden.

Die Liste wird weiterhin vom Stadtteil Eimsbüttel mit 28 räuberischen Vergehen angeführt. Die meisten Überfälle im öffentlichen Raum gab es hingegen in Rotherbaum und Stellingen.

Meiste Körperverletzungen in Eimsbüttel

Neben räuberischen Übergriffen hat die Hamburger Polizei im Jahr 2017 1.665 Fälle von Körperverletzung, darunter 358 schwerer Art, erfasst. Die meisten Angriffe wurden aus dem Stadtteil Eimsbüttel gemeldet, gefolgt von Eidelstedt und Schnelsen. Festzustellen ist auch hier ein leichter Rückgang zum Jahr davor. Außerdem konnten knapp 90 Prozent der erfassten Fälle aufgeklärt werden.

Besonders brutale Vergehen, wie Mord, Vergewaltigung oder Körperverletzungen mit Todesfolge wurden zu Gewaltkriminalität zusammengefasst. Knapp 500 dieser Fälle wurden für Eimsbüttel erfasst und rund drei Viertel wurden durch die Polizei aufgeklärt. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Fallzahl um 16,4 Prozent und die Aufklärungsquote erhöhte sich leicht.

Aufklärung von Diebstählen bleibt erfolglos

Anders sieht es bei der Aufklärung von Diebstählen aus. Nur bei etwa 14 Prozent aller kriminellen Entwendungen konnte der Täter ermittelt werden. Vor allem die Suche nach Fahrrad– und Taschendieben blieb zu 95 Prozent erfolglos. Ladendiebe hingegen werden in 86 Prozent der Fälle gestellt.

Doch auch in diesem Bereich wurden weniger Straftaten verzeichnet. Insgesamt erfassten die Polizeibeamten im Bezirk mit 10.489 Diebstählen 12,7 Prozent weniger als 2016. Besonders herausstechend sind die durchgehend hohen Zahlen im Stadtteil Eimsbüttel. Die meisten Wohnungseinbrüche gibt es allerdings in Niendorf und Eidelstedt.

Mehr Sachbeschädigungen

Im Gegensatz zu einer sinkenden Anzahl von Diebstählen, nahmen Sachbeschädigungen um zwei Prozent zu. Rund ein Viertel der 2.205 erfassten Fälle wurden im Stadtteil Eimsbüttel ausgeführt. Mit 14,1 Prozent ist die Aufklärung der begangenen Sachbeschädigungen eher gering.

Straftaten gegen Aufenthaltsgesetz vollständig aufgeklärt

Die Quote der Aufklärung von Straftaten gegen das Asyl- und Aufenthaltsgesetz ist dagegen weiterhin sehr hoch. Die 84 erfassten Fälle konnten vollständig aufgeklärt werden.

Höherer Konsum von Rauschmitteln

Die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz blieben 2017 im Vergleich zu 2016 nahezu konstant. Im Ganzen wurden 596 Rauschgiftdelikte erfasst. Während in Bezug auf den Handel mit illegalen Substanzen ein Rückgang der Straftaten sichtbar wird, steigt die Zahl des unrechtmäßigen Konsums leicht an.

Die meisten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetzes wurden in Eimsbüttel registriert. In Harvestehude und Lokstedt sind Drogendelikte eher seltener. Rund 90 Prozent aller Straftaten im Zusammenhang mit Rauschgiftbesitz- und handel konnten aufgeklärt werden.

Anzeige

News

25. Juni 2019

Vandalismus
Unna-Park – Möglicher Fall von Antisemitismus

Gedenktafeln zur Erinnerung an den jüdischen Arzt Paul Gerson Unna wurden im gleichnamigen Stadtpark nahe der Osterstraße herausgerissen. Es besteht die Vermutung einer antisemitisch motivierten Tat. ...

Sahra Vittinghoff
21. Juni 2019

Justiz
Drei Monate altes Baby verhungert – Eltern müssen vor Gericht

In Schnelsen ist ein drei Monate altes Baby verhungert. Den Eltern wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Sie müssen sich am kommenden Donnerstag vor Gericht verantworten. ...

Catharina Rudschies
21. Juni 2019

Nach Wahlen
Bezirksversammlung Eimsbüttel: Zwei Drittel der Abgeordneten sind neu

Am Donnerstagabend, den 20. Juni, kam die im Mai gewählte Bezirksversammlung zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Zwei Drittel der Abgeordneten sind neue Mitglieder. Einen derart großen Umschwung hat es in ...

Catharina Rudschies
20. Juni 2019

Schülerwettbewerb
“Aufbruch in die Demokratie”: Stellinger Schulprojekt erhält Ehrung

Der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher ehrte Mitte Juni drei Hamburger Schulprojekte für ihr Engagement am Schülerwettbewerb "Demokratisch Handeln". Den dritten Platz belegte die Stellinger Fachschule für Sozialpädagogik "Alten Eichen". ...

Sahra Vittinghoff
19. Juni 2019

Arbeit
Streik beim NDR: Möglicher Ausfall von Radio- und Fernsehprogrammen

Am Mittwoch treten die Mitarbeiter des NDR in den Streik. Sie fordern höhere Gehälter und Honorare um sechs Prozent. Radio- und Fernsehprogramme können ausfallen. ...

Catharina Rudschies
18. Juni 2019

Pflege
Neue Pflegeausbildung: Schnelsener Albertinen Schule macht es vor

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist ein Problem. Eine Reform der Pflegeausbildung soll daran etwas ändern. Bundesministerin Giffey und Hamburger Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks schauen sich an der Schnelsener Albertinen Schule an, ...

Catharina Rudschies
13. Juni 2019

Neueröffnung
“Kokosmädchen”: Handgestochene Tattoos im Henriettenweg

"Kokosmädchen" hat im Henriettenweg ein Tattoostudio eröffnet. Denise Pittelkow setzt auf minimalistische Motive, die sie per Hand sticht. Ihrer Meinung nach hat die "Handpoke-Technik" viele Vorteile. ...

Alicia Wischhusen
13. Juni 2019

Nachverdichtung
Stellinger Markt: Ein neues Quartier für Eimsbüttel

Am Sportplatzring in Stellingen entsteht ein neues Quartier mit Wohn- und Flaniermöglichkeiten. An dem Bauprojekt sind insgesamt vier Bauunternehmen und mehrere Architektenbüros beteiligt. 2020 soll der erste Abschnitt fertiggestellt werden. ...

Alicia Wischhusen
7. Juni 2019

Perspektivwechsel
Einen Tag im Rollstuhl mit Oliver Schmidt

Wie ist es, seinen Alltag mit dem Rollstuhl zu bewältigen? Der Eimsbütteler Oliver Schmidt hat ein Projekt ins Leben gerufen, um Menschen diese Perspektive erleben zu lassen. Unsere Autorin hat ...

Catharina Rudschies
Veranstaltung am 15. Juni um 11:00

Karl Schneider Fest

Das 1929 errichtete Eckgebäude in der Osterstraße 120 Ecke Heußweg 33 wurde von dem Architekten Karl Schneider entworfen und begründete bereits damals zusammen mit dem ebenfalls von Karl Schneider geplanten ...

Sahra Vittinghoff

Unsere Partner

Anzeige